Heizlastberechnung

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Warum Heizlastberechnung?

Jeder Körper (z.B. ein Gebäude), der wärmer als seine Umgebung ist, gibt Wärme an diese Umgebung ab. Die Wärme „fließt“ von warm zu kalt, d.h., der wärmere Körper kühlt dabei ab, die kältere Umgebung erwärmt sich (2. Hauptsatz der Thermodynamik). Dies passiert so lange, bis sich ein Gleichgewichtszustand eingestellt hat, es also keinen Temperaturunterschied zwischen warm und kalt mehr gibt. Nun wollen wir aber nicht, dass unser Gebäude im Winter abkühlt und die Temperatur der Umgebung (z.B. – 11 °C) annimmt. Deshalb müssen wir heizen. Wie „stark“, also mit welcher Leistung geheizt werden muss, erfahren wir durch Berechnung der Heizlast. Die Heizlast eines Gebäudes hängt neben der Außentemperatur, der gewünschten Innentemperatur und der Gebäudegröße im Wesentlichen von 2 Faktoren ab: 1. dem Dämmwert der Gebäudehülle und 2. von der Luftdichtheit.

Dabei ist wohl einleuchtend, dass ein gut gedämmtes und luftdichtes Gebäude eine geringere Heizlast aufweist, als ein schlecht gedämmtes, bei dem der Wind durch „die Ritzen pfeift“. Ein Verfahren für die Heizlastberechnung liefert die DIN EN 12831, bis 2003 galt die Wärmebedarfsberechnung nach DIN 4701. Folgende Parameter fließen in die Heizlastberechnung ein:

  • Geometrie des Raumes/Gebäudes
  • Lage des Gebäudes
  • Innentemperatur des Raumes/der Zone (Richtwerte aus der DIN EN 12831 oder frei vereinbaren)
  • Außentemperatur (Vorgabe DIN EN 12831 nach Standort)
  • Dämmwerte der Bauteile (Wände, Decken, Fußböden, Fenster, Türen, Dächer)
  • Luftdichtheit des Gebäudes

Wie berechnet sich die Heizlast?

Die Heizlast eines Raumes bzw. eines Gebäudes ist vereinfacht die Summe aus Transmissions- und Lüftungswärmeverlusten.

ΦHL = ΦT + ΦV

Transmissionswärmeverluste entstehen, sobald auf der Innen- und Außenseite einer Wand verschiedene Temperaturen herrschen. Ist dies der Fall, kommt es zum Wärmedurchgang durch diese Wand von der warmen zur kalten Seite.

Lüftungswärmeverluste entstehen durch den Austausch der (warmen) Raumluft mit der (kalten) Außenluft. Die geschieht kontrolliert z.B. über eine Lüftungsanlage, oder aber unkontrolliert über Gebäudeundichtheiten.

Bei der Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 wird vom „worst case“, dem schlechtesten Fall ausgegangen. D.h., passive Wärmequellen, wie z.B. die Sonnenstrahlung oder die Wärmeabgabe von Personen und Geräten im Gebäude, bleiben unberücksichtigt.

Weiteres folgt……